Sehr geehrter Damen und Herren,
mit großer Verwunderung habe ich in den „Stuttgarter Nachrichten ONLINE“ einen Bericht über meinen Unternehmen “Planet Pussy Club XXXL” in Fellbach zur Kenntnis genommen. In diesem Artikel zitiert der Verfasser unter anderem unbenannte Quellen aus den Kreisen der Polizei, Stadtverwaltung, u. Ä.. Es hat mich dabei doch ausgesprochen befremdet, mit welchen Vorwürfen und Vermutungen ich mich hier konfrontiert sehen musste, ohne dass die Beteiligten den persönlichen Kontakt zu mir gesucht, noch anderweitige Recherchebemühungen ihren Äußerungen vorangestellt haben. Vielmehr handelt es sich dabei stets um recht oberflächliche “Einschätzungen und Vermutungen.” Da mein Geschäftskonzept augenscheinlich für großes Aufsehen in den interessierten Kreisen sorgt, möchte ich nun hiermit die Initiative ergreifen und Ihnen von mir aus umfangreiche Informationen aus erster Hand zur Verfügung stellen.
Vorwurf 1 – Aggressives Verkaufskonzept alarmiert Polizei und Behörden
Mein innovatives Konzept baut auf grundlegenden betriebswirtschaftlichen Kalkulationen wie bei jedem anderen mittelständischem Unternehmen auch. Basierend auf diesen Berechnungen ergibt sich auch der Preis für unser Dienstleistungsangebot.
Vorwurf 2 – Zwang – Leistungen können von den Damen nicht abgelehnt werden
Die Damen in meinem Unternehmen arbeiten als selbständige Subunternehmerinnen in einem zweimonatigen Vertragsverhältnis. Diese Tatsache schließt jede Annahme von einem Angestelltenverhältnis aus!
Voraussetzung für eine Vertragsunterzeichnung, zwischen mir und der Subunternehmerin, ist der Nachweis von „Berufserfahrung“. Ort sowie Zeitraum der letzten Clubs sind hierbei im Vertrag festgehalten. Es werden keine Verträge mit Damen abgeschlossen, die keine Erfahrungen vorweisen können, da ich ausschließlich mit professionellen Damen arbeite. Menschenhandel, falsche Versprechungen, Täuschung und alle anderen Derivate der Zuhälterei sind damit auszuschließen und verbitte ich mir. Die Damen können über Zeit, Ort und Ausmaß Ihrer Tätigkeit frei entscheiden.
Der Schwerpunkt meines Konzeptes liegt auf der Unterhaltung des Gastes. Unter professioneller Unterhaltung, versteht das Pussy-Club Konzept Animation, Show, Flirt, SmallTalk und auch Sex. Der Sex ist jedoch eine freiwillige Handlung, die ausschließlich im beidseitigen Einverständnis zwischen Gast und Subunternehmerin zustande kommt. Dies schließt auch das Ausmaß der Sexuellen Dienstleistung mit ein. Ganz nach dem Motto: Alles kann – nichts muss!
Meine Erfahrungen in den bereits bestehenden drei Clubs zeigen, dass die Frauen gerne lange Arbeitszeiten in Kauf nehmen um in kürzester Zeit viel Geld zu verdienen. Nach Ablauf des zweimonatigen Vertrages sind die Frauen in der Lage für mehrere Monate ein überdurchschnittlich gutes Leben zu führen.
Vorwurf 3 – Entwürdigung & Unmenschlichkeit
Es ist bekannt, dass die Damen in FKK-Clubs sowie Laufhäusern unter enormen Leistungsdruck stehen. Da wären zum einen die Fixkosten wie Eintritt und Miete die fristgerecht von den Frauen an die Betreiber entrichtet werden müssen, zum anderen der erhöhte Konkurrenzdruck unter den Frauen. Um diese Kosten zu decken sind die Frauen gezwungen sich auf jeden Freier einzulassen, sogar förmlich um die Freier zu ringen – solch eine Entwürdigung ist beim PC-Konzept ausgeschlossen. Der Konkurrenzdruck unter den Frauen in anderen Clubs wird durch die wirtschaftlich schlechte Lage zusätzlich erhöht – mein Konzept sorgt dagegen für ein harmonisches Arbeitsklima ohne Konkurrenzdruck da für die Damen keine Kosten entstehen.
Vorwurf 4 – Nackter unerträglicher Kapitalismus & Menschenhandel
Kapitalismus spaltet eine Gruppe in Gewinner und Verlierer – genau wie es derzeit in anderen Sex-Clubs der Fall ist. Meine Damen stehen immer auf der Gewinnerseite, da Sie für die Bereitstellung Ihrer Leistung bezahlt werden und nicht für die Leistung an sich. Ob diese Leistungen genutzt werden oder nicht ist für die Bezahlung nicht ausschlaggebend. Das unternehmerische Risiko trägt alleine mein Unternehmen und nicht die Subunternehmerinnen.
In anderen Stuttgarter Clubs werden Gelder für Eintritt, Unterkunft und Utensilien von den Frauen regelrecht eingetrieben. Ich betrachten meine Subunternehmerinnen als meine wichtigste Ressource und bieten Ihnen dementsprechend gute Konditionen. Unterkunft, Utensilien sowie Verpflegung werden vom Club bezahlt und der in anderen Clubs übliche Eintrittspreis entfällt ebenso. Ich garantiere den Frauen die genaue Einhaltung aller Vertragsvereinbarungen – dies schließt die pünktliche Zahlung der Rechnung mit ein.
Sollte ein Subunternehmerin aus persönlichen oder sonstigen Gründen die Zusammenarbeit beenden wollen steht Ihr dieses Recht jederzeit zu. Eine Zustimmung von Seiten des Clubs ist dazu nicht notwendig. Aufgrund dieser Tatsachen unterliegt die Anzahl meiner Vertragspartnerinnen einem konstanten Wachstum.
Der gute Ruf meines Unternehmens hat sich, ausschließlich durch Mundpropaganda der Frauen, bereits über die Landesgrenzen verbreitet. Die Frauen sind meist rumänischer Abstammung, kommen aber zum größten Teil aus Clubs sämtlicher EU-Länder – Deutschland eingeschlossen. Ich distanziere mich vehement von den fälschlichen Vorwürfen des Menschenhandels und verbitte mir derartig imageschädigende Anschuldigungen.
Statistiken des BKAs belegen, dass seit dem in 2001 verabschiedeten ProstG und der Aufnahme vo Rumänien, Bulgarien und Polen in die EU der Menschenhandel so gut wie eingedämmt ist. Aufgrund dieser Fakten ist der Vorwurf des Menschenhandels damit mehr als nur undenkbar.
Anmerkung – Was evtl. nicht bedacht wurde:
Das Konzept meines Unternehmens basiert unter anderem auch auf dem ständigen Wechsel meiner Vertragspartnerinnen, was durch eine kurze Vertragslaufzeit von zwei Monaten sicher gestellt wird. Herausragenden Subunternehmerinnen biete ich neue Verträge mit verbesserten Konditionen.
Ich haben Vertragspartnerinnen (z.B. Simona P.) die bis zu € 7.000 pro Monat in Rechnung stellen. Natürlich führen alle Subunternehmerinnen die Pauschalsteuer von € 25,- an das Finanzamt ab. Die Prognose für den Club in Fellbach liegt somit bei gut € 40.000,- monatlich. Dazu kommt der wirtschaftliche Faktor für die Region Fellbach, der durch den Konsum der gut verdienenden Frauen steigen wird. Friseure, Nagelstudios, Textilgeschäfte, Drogeriemärkte und Lebensmittelgeschäfte profitieren genauso wie Tankstellen und Taxiunternehmen. Auch das erhöhte Gästeaufkommen sorgt für einen willkommenen Umsatzzuwachs, den Tankstellen und Taxiunternehmen begrüßen würden.
Aussagen des Ordnungsamtes wie „Wir sehen das Konzept skeptisch, können aber nach Lage der Dinge und der Gesetze zur Zeit nichts unternehmen“ kann ich absolut nicht nachvollziehen. Solche eine voreingenommene Äußerung gegenüber meinem Unternehmen hat den wirtschaftlichen Faktor für die Stadt Fellbach nicht berücksichtigt – vom Imageschaden für den Pussy-Club ganz zu schweigen. Allein die Unwissenheit eines Zeitungsreporters, die Angst anderer Clubbetreiber basierend auf Vorurteilen und klischeehaften Meinungen darf in einem Rechtstaat nicht zu überzogenen und öffentlichen Konspirationstheorien führen.
Ich habe Verständnis für die Skepsis der großen Stuttgarter Bordellbetreiber und deren Existenzängste, distanziere mich aber ganz klar von solchen Beschuldigungen. Ich weiß allerdings auch, dass jeder der die Globalisierung und das Zusammenwachsen der Märke versteht über solch banale Anschuldigungen lacht.
Meine Clubs entwickeln sich am Puls der Zeit und müssen sich wie jedes andere Unternehmen am Markt behaupten. Es war absehbar, dass es nach dem EU-Beitritt von Bulgarien, Rumänien und Polen zu dieser Entwicklung und diesem Angebot führen wird. Das Angebot wächst – die Nachfrage bleibt konstant – der Preis muss folglich fallen. Man muss kein Stuttgarter Steuerberater sein um dieses Prinzip zu verstehen.
Ich verbitte mir künftig solch unangebrachten Anschuldigungen die auf reinen Vermutungen und veralteten Klischees basieren.
Des Weiteren frage ich mich, wer die nicht genauer benannten Experten, Insider und Bordellbetreiber im Bericht sind. Gerne würden ich auch Ihnen dieses Schreiben zukommen lassen. Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Patricia Floreiu


