Nach Wirtschaftskrise nun Proteste der Opposition
Die kurze Nachricht: Die Thailändische Regierung hat angesichts heftiger Proteste von oppositionellen Demonstranten den Ausnahmezustand über Pattaya verhängt. Das dort stattfindende Gipfeltreffen der südostasietischen Staatengemeinschaft ASEAN musste abgebrochen werden. Tausende von Demonstranten, Anhänger des vor drei Jahren gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin, verlangen den Rücktritt des amtierenden Regierungschefs Abhisit. Für Interessierte und Thailandkenner ist diese Entwicklung vorhersehbar gewesen.
Trubel im Paradies, für viele Thailand-Urlauber ein Erlebnis, auf welches sie gerne verzichten würden. Schon mit den Unruhen im Herbst vergangenen Jahres in Bangkok und den Blockaden der Flughäfen der Hauptstadt durch die Anhänger der jetzigen Regierung haben die Thailänder sich und dem Tourismus in ihrem Land einen Bärendienst erwiesen.
Die Proteste in Pattaya bedeuten einen weiterern schweren Schlag für die Tourismusindustrie in Thailand, der durch die weltweite Wirtschaftskrise noch verstärkt wird. Die Unruhen in Pattaya werden, das ist absehbar, die negativen Auswirkungen noch verstärken und die nächsten Jahre viele Touristen verschrecken.
Noch vor Jahresfrist war das, was auf dem Video zu sehen ist, der normale Betrieb auf der Walking Street. Der abendliche Gang über die Walking Street derzeit zeigt aber jedem kundigen Besucher recht deutlich die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise und der Situation in Thailand. Es sind deutlich weniger Touristen unterwegs, nicht nur viele Russen und Engländer bleiben aus.
Angst und Unsicherheit sind Gift für den Tourismus. Schon jetzt klagen viele Hotels und Geschäfte über einen massiven Besucherrückgang, stehen immer mehr Thais arbeitslos auf der Strasse. Die Geschäfte laufen auch für die Bars und Ladies nicht mehr so wie zum Beispiel noch vor einem Jahr, die laufende Saison hat man schon als katastophal gelaufen abgehakt. Es wird nicht die letzte sein, vor allem nicht nach den erneuten Unruhen. Daran sollten die Demonstranten auch einmal denken, wenn sie auf die Strasse gehen. Aber soweit reicht es bei vielen der Demonstranten (beider Lager) offensichtlich dann doch nicht. Man braucht kein Prophet zu sein um vorauszusagen, dass nach den neuerlichen Unruhen in Pattaya auch in naher Zukunft keine Ruhe im Urlauberparadies Thailand einziehen wird.


